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Ins rechte Licht gerückt – Smarte Menschen, smarte Lampen, smarte Tools

Veröffentlicht am 18. Januar 2018 von Redaktion Longo

Von Luke Roberts stammt die weltweit erste schlaue Designerlampe, die Smart Lamp. Lukas und Robert – zwei ebenso smarte Köpfe – stecken hinter dem erfolgreichen Startup, das mit einer einzigen Lampe zu jeder Zeit die richtige Licht-Stimmung in den Lebensraum bringen möchte.

F: Luke Roberts – der Name klingt ein bisschen nach Science Fiction. Wie viel Zukunft liegt in eurer Smart Lamp?

Unsere Lampe, oder vielmehr unser Beleuchtungssystem, verkörpert eigentlich sehr viel an Jetztzeit, sie ist praktisch auf allen Ebenen ein Produkt der Gegenwart, mit den Fühlern in der Zukunft. Wir haben im Vorfeld durch eine intensive Marktrecherche festgestellt, dass sich besonders die Leuchtenbranche in einem tiefgreifenden Wandel befindet. Das Glühbirnenverbot bedingt eine umfassende Umstellung auf LED-basierte Lampen, doch die etablierten Hersteller haben ziemliche Schwierigkeiten, diese Umgestaltung in Entwicklung und Produktionsabläufen zu integrieren. Dadurch werden die Vorteile und Potentiale dieser Technologie kaum genutzt und genau da setzen wir mit unserer innovativen LED-Lampe an.

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F: Eine Wunderlampe für alles? Was ist das Besondere an Luke Roberts?

Unsere Lampe  ist tatsächlich multifunktional, eine Lampe für alles. Sie kombiniert die Blüten der Technologie mit der Ästhetik guten Designs. Mit dieser Lampe können verschiedenste Lichtsituationen im Raum entwickelt werden, auch parallel zueinander. Der Mensch hat ja verschiedenste Anforderungen und Bedürfnisse, die er an die Lichtsituation stellt. Das kühle raumfüllende Licht für Arbeitssituationen, eine warme indirekte Beleuchtung für das gemütliche Abendessen oder punktuelle Rückzugsstationen, wie sie eine Leselampe bietet. Luke Roberts kann, je nach Bedürfnis, alle Szenarien entwickeln und dabei eine Vielfalt an Farbpanoramen bieten.

F: Nicht nur die Anzahl der 300 verbauten LEDs ist bemerkenswert, die Technologie „Paint your Light” wurde eigens für Luke Roberts entwickelt?

Mit dem Smartphone setzt Luke Roberts an der Schnittstelle Mensch-Technologie an, die sich bereits ins alltägliche Leben integriert hat. Darin liegt das größte Potential der Lampe und darin lag auch eine der größten Herausforderungen im Entwicklungsprozess. Wir wollten die Lichtregie vollkommen dem Benutzer übergeben. Mit der „Paint your Light“-Technologie kann nun durch einfache Mal-Gesten am Touchscreen das Licht von Luke Roberts in jede beliebige Richtung gelenkt werden und die Beleuchtung an individuelle Anforderungen angepasst werden. Das Spezielle und Herausfordernde daran war, dass wir zusammen mit dem intuitiven Interface eine komplexe Elektronik und sehr spezifische Bauteile entwickeln und zusammenführen mussten. Tüfteln auf allen Ebenen, also.

F: Luke Roberts geht also bereits von der Einheit „der Mensch und sein Smartphone“ aus? Ist unser Smart Home in greifbarer Nähe?

Im Zentrum eines smarten Produktes steht immer der Mensch – seine alltäglichen Lebens- und Arbeitsräume und seine sich verändernden Bedürfnisse; auch die Faszination erweiterter Handlungsmöglichkeiten, die mit den Potentialen neuer Technologien einhergehen. Die Vision eines Smart Homes besteht ja darin, dass vernetzte Produkte zur Erhöhung von Wohn- und Lebensqualität genutzt werden und dabei effizient in der Energienutzung sind. Da gehört unsere Leuchte sicherlich dazu. Luke Roberts hat auch die Fähigkeit, sich an Gewohnheiten und bevorzugte Lichtsituationen zu erinnern und mit einem Bewegungsmelder auf Abläufe im Raum zu reagieren. Sie lernt und steht sozusagen im stillen Dialog mit den Raumbewohnern.

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F: Da bekommt „ins rechte Licht gerückt“ eine ganz neue Bedeutung …

Ja, das stimmt. Persönliches Wohlbefinden und wechselnde Lichtatmosphären stehen ja, oft unbewusst, in ständiger Wechselwirkung. Vielleicht kann mit Luke Roberts auch, als Nebenwirkung sozusagen, ein Wahrnehmungstraining entstehen und der Raum-Licht-Alltag auch ganz anders gelebt werden.

F: Stichwort Kickstarter – Ihr habt es ja unter die Top 20 der erfolgreichsten Technologieprojekte Europas geschafft!

Da war wohl Begeisterung der ausschlaggebende Punkt. Im Dezember 2015 haben wir unsere Lampe auf der Crowdfunding Plattform Kickstarter präsentiert und innerhalb weniger Tage konnten wir bereits über tausend Lampen verkaufen. Ein Rekord! Wir hatten zu der Zeit erst einen fertigen Prototypen. Ca. sechs Monate vorher haben wir mit der Vorbereitung der Social-Media-Kampagne begonnen und waren auf Messen in England und Irland präsent. Auch haben wir viele Gespräche mit Journalisten geführt und eben Freunde und Arbeitskollegen begeistert, die unser Kickstarter-Projekt verbreitet und unterstützt haben.

Inzwischen haben wir über 1000 Vorbestellungen. Als Erster ein hochwertiges und innovatives Produkt zu besitzen, das reizt den Kunden scheinbar! Wir freuen uns nun sehr, ab Juni die ersten Lampen auch  auszuliefern.

F: Welche Erfahrung der vergangenen Monate hat euch als Menschen smarter gemacht?

Ohne offene Kommunikation, ohne den Austausch von Informationen, Visionen, Zielen, wäre Luke Roberts nicht entstanden! Also am Wichtigsten ist wohl das Team selbst und die Kernkompetenzen, die innerhalb des Teams entwickelt werden können. Keine externe Firma kann das zu einem vertretbaren Preis leisten, während die Produktion durchaus abgegeben werden kann.

Außerdem sollte sich jeder Ideenträger früh Feedback einholen. Gerade Gründer sind von ihrer Idee oft total begeistert, ohne die Bedürfnisse des Marktes zu kennen oder überhaupt zu wissen, ob es einen Markt dafür gibt. Für uns war Kickstarter eine sehr wichtige Marktvalidierung, weil die Kunden dort bereit waren, für unsere Lampe mehrere hundert Euro zu bezahlen und über ein Jahr auf die Lampe zu warten.

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Redaktion Longo

About Redaktion Longo

Wir, das Redaktions-Team LONGO, sind eine dynamische und kreative Gruppe von Marketing- und Kommunikationsprofis für Print- und Online-Medien. Auf unserem Blog berichten wir über neue Projekte aus dem Hause LONGO und über das, was unsere Arbeit prägt.